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Elektronik-Recycling hat großes Potenzial
USA-Markt wächst mit zweistelligen Raten / Ausländische Maschinen gefragt
Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 1,5 Mrd. US$ ist das Recycling von Elektronikabfällen in den USA ein Milliardengeschäft. Die Wachstumsraten liegen im zweistelligen Bereich. Diese Dynamik dürfte auch in den kommenden Jahren anhalten, prognostiziert Dan Roe, Geschäftsführer des Recycling-Betriebes der Global Electric Electronic Processing Inc. (GEEP) in Durham gegenüber der bfai. Noch optimistischer zeigt sich der deutsche Unternehmenspräsident und GEEP-Gründer Alfred Hambsch: "Dies ist die am schnellsten wachsende Industrie. Wir brauchen 100 Betriebe wie unseren nur für Nordamerika".
Bei PCs gehen Experten inzwischen von einer Recyclingquote von bis zu 15% aus. Bei Festmüll insgesamt liegt hingegen die Wiederverwertungsquote bei 42% und bei großen Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Kühlschränken sogar bei 70%. Somit besteht für elektronische Geräte noch ein erhebliches Recycling-Potenzial.
Für Recyclingzwecke eingesammelt wurden 2005 zwischen 53,9 Mio. und 57,0 Mio. Einheiten an Elektronikgeräten, die 345.000 bis 379.000 t auf die Waage brachten. Am stärksten zugelegt haben dabei Handys, die von rund 13 Mio. Stück (2004) auf circa 16 Mio. (2005) stiegen. Nicht ganz so kräftig haben Desktop-PCs zugenommen: von ungefähr 4,5 Mio. auf 4,8 Mio. Einheiten. Bei recycelten Fernsehgeräten wurde ein Anstieg von 3,5 Mio. auf 3,6 Mio. verzeichnet.
Im Jahr 2005 erwirtschafteten die über 500 Recycling-Unternehmen in den USA nach Angaben des Fachverbands mit 19.000 Beschäftigten einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. US$. Dabei verarbeiteten sie rund 1,4 Mio. t Elektronikabfall - darunter 65 Mio. Teile an Computerausrüstungen und gewannen knapp 0,7 Mio. t an wiederverwertbarem Material. Schließlich enthalten diese Geräte nicht nur verwertvolle Metalle, von Eisen und Aluminium bis zu Kupfer, Gold und Silber, sondern auch große Mengen an Glas und Kunststoffen, die recyclebar sind.
